Trebbiner bleiben am Zug - Schützenhilfe von Katherina Reiche

Trebbin. Engagierte Trebbiner setzen sich seit 2006 für zusätzliche Verkehrshalte der Regionalbahnen auf den Bahnhöfen Trebbin und Thyrow in Richtung Berlin ein (die MAZ berichtete).

Schützenhilfe gibt zu Jahresbeginn auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Sie schilderte in einem Schreiben an Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Bahn AG für die Region Ost und für das Land Brandenburg, die „ungenügende Taktierung des Haltezeitpunktes der Regionalbahnen auf den Bahnhöfen in Trebbin und Thyrow“.


Gerade in den Stoßzeiten morgens und abends sei auch aus ihrer Sicht ein zusätzlicher Halt erforderlich. Das würde zudem zu einer wirtschaftlichen und touristischen Belebung der Region beitragen. Gleichzeitig mahnte sich dringenden Handlungsbedarf bezüglich der Sauberkeit und Ordnung auf dem Bahnhof Trebbin an. „Die starke Verschmutzung des Bahnhofs trägt nicht gerade zur Verbesserung der Attraktivität bei. Das äußere Erscheinungsbild ist nicht zuletzt eine Frage der Kundenfreundlichkeit“, so Katherina Reiche.

Die Antwort enthält für Trebbin leider keine neuen Ansatzpunkte. Joachim Trettin erklärte noch einmal, dass die Linie RE 4 zur Verdichtung der RE 5 aufgrund ihrer Einbindung ins Netz eine sehr kurze Fahrzeit habe, sodass weitere Unterwegshalte nicht möglich seien. „Aus diesem Grund können zusätzliche Halte in Trebbin und Thyrow nicht realisiert werden“, heißt es.

Das entspreche auch dem vom Landtag beschlossenen Landesnahverkehrsplan Brandenburg 2008 bis 2012. Auch der Ausblick bis zum Jahr 2020 sehe für diese Strecke keine Änderung vor. Trettin kündigte aber Maßnahmen in Bezug auf die kritisierte Sauberkeit und Ordnung auf dem Bahnhof Trebbin an.

Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) begrüßt den Vorstoß von Katherina Reiche: „Das ist für uns ein weiteres Zeichen, an dem Problem dran zu bleiben“. Jüngste Trebbiner Aktivität war ein Gespräch Ende 2008 beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, bei dem Anne-Kathrin Düsel (NL), Bürgermeister Thomas Berger und Peter Blohm (CDU), Vorsitzender der Trebbiner Stadtverordnetenversammlung, bereits eine ähnliche Antwort erhielten wie in dem Schreiben von Trettin. (Von Uta Franke)

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 07.01.2009