Hausärzte im Altkreis Jüterbog erhalten zukünftig Investitionszuschüsse

Zur gestrigen Entscheidung des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, Ärzten in unterversorgten bzw. von Unterversorgung bedrohten Gebieten Investitionszuschüsse bis zu 50.000 Euro zu gewähren, erklärt der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Teltow-Fläming, Danny Eichelbaum:

„Das ist eine gute Nachricht für alle Patientinnen und Patienten in Teltow- Fläming und insbesondere in Niedergörsdorf, Niederer Fläming und Jüterbog. Da im ehemaligen Altkreis Jüterbog eine Unterversorgung mit Hausärzten droht,  können zukünftig von Hausärzten, die sich hier in der Region niederlassen wollen,  Investitionskostenzuschüsse für die Übernahme einer frei werdenden Arztpraxis bis zu 50.000 Euro beantragt werden. Bisher war ein Investitionszuschuss lediglich in Höhe von 30.000 Euro möglich. Gründet ein Hausarzt eine neue Praxis wird dies mit 40.000 statt bisher 30.000 Euro gefördert. Selbst für die Gründung einer Zweitpraxis gibt es Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro. Ich hoffe, dass dies ein Anreiz ist, damit die ärztliche Versorgung im Raum Jüterbog auch zukünftig abgesichert werden kann. Mit dieser Entscheidung könnte sich die Hausärztesituation im Raum Jüterbog verbessern, die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung ist hier mittelfristig gefährdet. Alle bisherigen Versuche in Jüterbog, Ärzte in die Region zu locken, sind bisher gescheitert. Insgesamt fehlen in Teltow-Fläming vor allem Hausärzte, hier besteht lediglich ein Versorgungsgrad von 92,4 % und Augenärzte, hier besteht ein Versorgungsgrad von 85,6 %. In  Teltow-Fläming muss ein Hausarzt rund 1752 Einwohner betreuen,
 
Die Investitionskostenzuschüsse hängen nicht mehr davon ab, ob eine drohende Unterversorgung droht oder diese bereits existiert.  Finanziert werden die Mittel im Jahr 2009 von den Kassen und im Jahr 2010 zur Hälfte von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg und den brandenburgischen Krankenkassen.